ARD.exclusiv.Die.Wiederkehr.der.Suppenkuechen.German.DOKU.FS.dTV.XviD-FDL
Lang....: German
Genre...: Doku
Size....: 233 MB
vBitrate: 139 kBits
Source..: dTV
Length..: 00:29:14
Encoder.: XviD 2Pass
aBitrate: MP3 128VBR
Reso....: 512x384 (4:3)
Es ist beschämend, aber eine Tatsache: In einem der reichsten Länder der Welt ist die Zahl der Menschen dramatisch gewachsen, die auf Essensspenden angewiesen sind. Was nach Weimarer Republik und Zweitem Weltkrieg überwunden schien, ist seit Ende der 90er Jahre ein nicht mehr zu übersehender Trend: Immer stärker breitet sich die Tafel-Bewegung in Deutschland aus.
Sie versorgt Menschen mit Lebensmitteln, die ohne diese Spenden nicht über die Runden kommen würden.
Die Grundidee stammt aus den USA. Dort entstanden über Jahrzehnte so genannte "Foodbanks", "Harvesters" und "Tables", um durch private Initiative das auszugleichen, was der traditionell kaum entwickelte Sozialstaat nicht leisten konnte oder wollte.
In Westeuropa dagegen schienen Suppenküche und Lebensmittelhilfen ein Relikt aus lange überwundener Vorzeit.
Das hat sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Das gewaltige Auseinanderdriften von Vermögen und Einkommen, Massenarbeitslosigkeit, sinkende Reallöhne und -Renten bei steigenden Lebenshaltungskosten und zuletzt Hartz IV haben zu einer erheblichen Zunahme der wirtschaftlichen Not am unteren Ende der sozialen Skala geführt.
Und diese Not kann fast täglich öffentlich besichtigt werden. Inzwischen gibt es bundesweit schon 760 Tafeln mit mehr als 1.700 Läden und Ausgabestellen. Allein in den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Kunden, die regelmäßig kommen, um 40 Prozent gestiegen.
Betroffen sind alle Altergruppen, nicht zuletzt auch Familien und Alleinerziehende mit Kindern, bei denen das Einkommen nicht mehr reicht, um sich ohne Unterstützung über Wasser zu halten. Der Bundesverband der Tafeln erwartet, dass noch dieses Jahr die Grenze von einer Million Bedürftigen erreicht wird.
Meist sind es ehrenamtliche Helfer, die Lebensmittel und Sachspenden einsammeln, verwalten und an Bedürftige ausgeben. Unter den Spendern sind örtliche Bäckereien, Metzgereien und Supermärkte, aber auch größere Unternehmen, die Fahrzeuge und Ausrüstung zur Verfügung stellen.
SR-Autor Lars Ohlinger und sein Team begleiten am Beispiel von drei Tafeln im Saarland die Ehrenamtlichen und die Kunden und zeigen den täglichen Kampf der Tafel-Mitarbeiter um Spenden, ihren Mut und ihre Hilfsbereitschaft bei der Arbeit.
Er stellt aber auch kritische Fragen: Wie lebt es sich tatsächlich mit Hartz IV, wenn alle Rücklagen aufgebraucht sind? Und was ist an dem Vorwurf dran, dass manche Lebensmittelspende nicht nötig wäre, wenn die Betroffenen nicht so hohe Kosten für Handy und Zigaretten hätten?
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Es ist beschämend, aber eine Tatsache: In einem der reichsten Länder der Welt ist die Zahl der Menschen dramatisch gewachsen, die auf Essensspenden angewiesen sind. Was nach Weimarer Republik und Zweitem Weltkrieg überwunden schien, ist seit Ende der 90er Jahre ein nicht mehr zu übersehender Trend: Immer stärker breitet sich die Tafel-Bewegung in Deutschland aus.
Sie versorgt Menschen mit Lebensmitteln, die ohne diese Spenden nicht über die Runden kommen würden.
Die Grundidee stammt aus den USA. Dort entstanden über Jahrzehnte so genannte "Foodbanks", "Harvesters" und "Tables", um durch private Initiative das auszugleichen, was der traditionell kaum entwickelte Sozialstaat nicht leisten konnte oder wollte.
In Westeuropa dagegen schienen Suppenküche und Lebensmittelhilfen ein Relikt aus lange überwundener Vorzeit.
Das hat sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Das gewaltige Auseinanderdriften von Vermögen und Einkommen, Massenarbeitslosigkeit, sinkende Reallöhne und -Renten bei steigenden Lebenshaltungskosten und zuletzt Hartz IV haben zu einer erheblichen Zunahme der wirtschaftlichen Not am unteren Ende der sozialen Skala geführt.
Und diese Not kann fast täglich öffentlich besichtigt werden. Inzwischen gibt es bundesweit schon 760 Tafeln mit mehr als 1.700 Läden und Ausgabestellen. Allein in den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Kunden, die regelmäßig kommen, um 40 Prozent gestiegen.
Betroffen sind alle Altergruppen, nicht zuletzt auch Familien und Alleinerziehende mit Kindern, bei denen das Einkommen nicht mehr reicht, um sich ohne Unterstützung über Wasser zu halten. Der Bundesverband der Tafeln erwartet, dass noch dieses Jahr die Grenze von einer Million Bedürftigen erreicht wird.
Meist sind es ehrenamtliche Helfer, die Lebensmittel und Sachspenden einsammeln, verwalten und an Bedürftige ausgeben. Unter den Spendern sind örtliche Bäckereien, Metzgereien und Supermärkte, aber auch größere Unternehmen, die Fahrzeuge und Ausrüstung zur Verfügung stellen.
SR-Autor Lars Ohlinger und sein Team begleiten am Beispiel von drei Tafeln im Saarland die Ehrenamtlichen und die Kunden und zeigen den täglichen Kampf der Tafel-Mitarbeiter um Spenden, ihren Mut und ihre Hilfsbereitschaft bei der Arbeit.
Er stellt aber auch kritische Fragen: Wie lebt es sich tatsächlich mit Hartz IV, wenn alle Rücklagen aufgebraucht sind? Und was ist an dem Vorwurf dran, dass manche Lebensmittelspende nicht nötig wäre, wenn die Betroffenen nicht so hohe Kosten für Handy und Zigaretten hätten?